Kreatives Profil
Chris Sanders, Dean DeBlois und Stitch
Ein genetisches Experiment, das zur Zerstörung geschaffen wurde und stattdessen lernte, was Familie bedeutet. Die Geschichte eines kleinen Monsters, das siebzehn Jahre in einer Schublade wartete.
626
Nummer des Experiments
17 Jahre
In der Schublade
2002
Filmpremiere
1 Mrd. $
Box Office 2025
Siebzehn Jahre in der Schublade
1985 zeichnete der junge Animator Chris Sanders ein seltsames, ungestümes Wesen für ein unveröffentlichtes Kinderbuch. Das Projekt scheiterte — die Figur war zu subtil, um ihre Geschichte auf zweiunddreißig Seiten unterzubringen. Sanders steckte die Skizzen in eine Schublade, und siebzehn Jahre lang wusste niemand von ihnen.
1996 fragte ihn der Chef der Disney-Animation, ob er etwas vorschlagen wolle. Sanders holte die alten Zeichnungen hervor. Bei einem Sushi-Dinner in Disney World erzählte er die Geschichte eines einsamen kleinen Monsters aus dem Wald, das nicht wusste, woher es kam. Der Produzent sagte: „versetze ihn in die Welt der Menschen“. So entstanden Lilo & Stitch und Experiment 626.
Chris Sanders — und seine Stimme
Animator, Regisseur, Drehbuchautor — und die Stimme von Stitch in fast jeder Produktion. Sanders lieh der Figur eine Stimme, mit der er „einfach die Leute im Studio geärgert hatte, indem er sie am Telefon anrief“. Disneys einzige Bedingung für die Freigabe des Films war diese: „es muss aussehen, als hättest du es gezeichnet“ — nicht wie traditionelles Disney, sondern wie Sanders' privater, weicher Stil. Zuvor hatte er an Die Schöne und das Biest, Der König der Löwen und Mulan gearbeitet.
Hawaii und Ohana
Als der Produzent vorschlug, die Geschichte in die Welt der Menschen zu verlegen, blickte Sanders auf eine Karte an der Wand und sah Hawaii, wo er kürzlich im Urlaub gewesen war. Von einer Straßenkarte nahm er die Namen: „Lilo Lane“ und „Nani“.
„Ohana means family“ — das ist das Herz des ganzen Films. Stitch, genetisch zur Zerstörung bestimmt, entdeckt, dass „family means nobody gets left behind“. Der Film wurde mit kleinem Budget gedreht, mit Aquarell-Hintergründen, die Disney seit Dumbo (1941) nicht mehr verwendet hatte.
Ein asiatisches Phänomen
Stitch hat eine der größten Fangemeinden aller Disney-Figuren in Japan, Korea und China — dort übertrifft seine Popularität die westliche um ein Vielfaches. In Japan entstand ein Anime-Spin-off, „Stitch!“. In Hongkong und Taiwan ist er ein absolutes Sammler-Must-have. Die asiatische „ugly-cute“-Ästhetik nahm ihn als einen der ihren an: ein kleines Monster, das zugleich seltsam und geliebt sein kann.
Live-Action 2025
Im Mai 2025 kam das Live-Action-Remake von Lilo & Stitch in die Kinos und spielte über eine Milliarde Dollar im globalen Box Office ein. Chris Sanders lieh Stitch erneut seine Stimme und nahm fünf Sitzungen zu je vier Stunden auf. Die Regie wurde Dean DeBlois anvertraut. Die zur Premiere veröffentlichten Sammlereditionen waren in den meisten Ländern sofort ausverkauft.
Die Welt von Experiment 626
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